Das erzwungene Paradies des Alters?: Weitere Fragen an eine by Anton Amann, Franz Kolland

By Anton Amann, Franz Kolland

Das Buch ist Fragen gewidmet, die sich heute in der Sozialgerontologie stellen, wenn es um die Bestimmung ihres wissenschaftlichen prestige und um die politische Relevanz ihres Forschens geht. Ihr Gegenstand, das Altern, ist in ungeahntem Maße ein öffentliches Thema geworden, das vielschichtige und widersprüchliche Behandlung erfährt. Eine Mischung aus Idealisierung und Abwertung, aus Zweckoptimismus und Defizitangst durchzieht die vielen Diskussionen und Publikationen über das Altern. Von den Brüchen und Widersprüchen in den gesellschaftlichen Einschätzungen bleibt auch die Sozialgerontologie selbst nicht unberührt. Insbesondere dann nicht, wenn sie sich den Fragen von Nutzen und Kosten, Privilegien und Benachteiligungen, Chancen und Gefährdungen zuwendet. Gegenüber der ersten Auflage sind Weiterungen, Ergänzungen und neue Themen und Methoden aufgenommen worden, in denen die Heterogenität der gesamten Themenstellung zusätzlich offenbar wurde.

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Die Theorien sind also mit einer deutlich normativen Ausrichtung verknüpft. 2 Positionen einer Kritischen Gerontologie In den späten 1980er Jahren formierte sich eine Kritische Gerontologie, und zwar in Großbritannien über Peter Townsend (1981), Alan Walker (1981), Chris Phillipson (1982), in den USA über Caroll Estes (1979), Meredith Minkler und Caroll Estes (1991) und in Kanada über Stephen Katz (1996). Diese kritisierte die angeführten normativen und eher individualistischen Theorien des Alterns.

Lepenies kann die „soziale Identität“ eines Faches im wesentlichen an der Entwicklung seiner führenden Einrichtungen, der Definition von deren Verhältnis zur Politik, an den gesellschaftlich relevanten Interessen, und am Entstehen oder Herauskristallisieren eigener Forschungsprogramme verstanden werden. In diesem Sinn hat die Sozialgerontologie im deutschsprachigen Raum in den Fünfziger- und Sechzigerjahren des Zwanzigsten Jahrhunderts begonnen, sich institutionell zu etablieren, als Forschungsprogramm existierte sie noch nicht.

Der Aktivitätsanspruch richtet sich primär an das Individuum und nicht an institutionelle Strukturen, die eine wesentliche Bedingung für die Verwirklichung eines aktivitätsorientierten Lebens bilden. Der Strukturwandel des Alters hat also eine steigende körperliche und geistige Vitalität und Mobilität älterer Menschen hervorgebracht und auch die Erwartung, die Lebensphase Alter aktiv zu gestalten. Allerdings bleiben die Möglichkeiten hinter den gesellschaftlichen Angeboten zurück, sodass von einer strukturellen Diskrepanz bzw.

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